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Schlagworte
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Arbeiten & Produzieren
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Arbeit und Arbeiten bedeuten nicht zu jeder Zeit das Gleiche. Das gilt auch für das Resultat der Arbeit. Daher stellen sich Fragen wie: Wer arbeitet für wen? Wer muss arbeiten und wer arbeitet nicht? Welchen Stellenwert hat Arbeiten zu welcher Zeit? Welche Bedeutung hat Arbeit für die gesellschaftliche Position?
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Sammeln & Wissen
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Wissen ist für uns heute vor allem ein Produkt der Wissenschaft. Die Vorstellung, dass Wissen etwas empirisch Belegbares sein müsse, ist aber eine relativ junge Idee. Frühere Zeiten kannten andere Formen des Wissens, wie tradiertes und ererbtes, religiöses oder magisches Wissen. Immer war Wissen auch mit Sammeln verbunden – von seltsamen Gegenständen, von Schriften und Büchern, von Tieren und Pflanzen. Was also war von Interesse und wie hat dies das Weltbild zu einer bestimmten Zeit geprägt?
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Besitzen
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Auch wir kennen Reiche und Arme, Besitzende und Besitzlosigkeit. Doch basierten frühere Gesellschaften nicht auf der Gleichberechtigung der Menschen: Besitz, vor allem Landbesitz, war verbunden mit Zugehörigkeit zu sozialen und politischen Eliten; Besitzlosigkeit hingegen bedeutete ein Leben in Abhängigkeit, oft in Elend.
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Bewegen
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Der Bewegungsradius war lange an die eigenen Beinmuskeln oder die Zugkraft von Tieren gebunden und konnte von Obrigkeiten eingeschränkt werden. Nichtsdestotrotz waren die Menschen auch im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit mobil. Landwirtschaftliche ArbeitsmigrantInnen, WanderhändlerInnen, Gesellen und BettlerInnen, aber auch Forschungsreisende und Soldaten zogen durch Europa. Neue Fortbewegungsmittel wie die Eisenbahn oder das Fahrrad erhöhten im 19. und 20. Jahrhundert die Mobilität.
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Glauben
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Glaube war lange Zeit nicht Privatsache: Religion prägte die Gesellschaft in früheren Zeiten ungleich stärker als heute. Der Glaube wurde zu einer von der staatlichen und kirchlichen Obrigkeit kontrollierten Pflicht der Untertanen.
In den Augen der Habsburger war der Katholizismus der einzig "wahre Glaube". Andersgläubige oder Abweichler wurden verfolgt oder an den Rand gedrängt. Die Aufklärung brachte den Gedanken der religiösen Toleranz, das Primat der katholischen Kirche wurde in der Welt der Habsburger jedoch nie in Frage gestellt.
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Herrschen & Regieren
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Als Kaiser, Könige und (Erz-)Herzöge haben die Habsburger die mitteleuropäische Geschichte mehr als sechs Jahrhunderte lang entscheidend geprägt. Nicht immer jedoch war die habsburgische Herrschaft unumstritten.
Wer übte Herrschaft aus, mit welchen Zielen und Mitteln? Welche Konflikte entstanden dadurch mit anderen Mächtigen? Wie nahmen gewöhnliche Menschen Herrschaft im Alltag wahr? Welche Rechte und Pflichten hatten die Beherrschten? Wer war von der politischen Macht ausgeschlossen? Wen erfasste Herrschaft (nicht)?
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Ordnen & Unterscheiden
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Unterscheiden heißt, in Kategorien einzuordnen. Menschen wurden nach vielfältigen Kriterien beurteilt: nach dem Geschlecht, dem Stand, der Religion, dem Besitz oder der ethnischen Zugehörigkeit. Die Bedeutungen, die den verschiedenen Kategorien beigemessen wurden, veränderten sich, waren einmal mehr und einmal weniger relevant und wirkten sich auf vielen Ebenen auf das Leben der Menschen aus. Geordnet und 'verteilt' wurden aber auch ganze Herrschaftsgebiete.
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Protestieren & Revoltieren
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Die streng hierarchisch organisierte Gesellschaftsordnung der Habsburgermonarchie, die sich außerdem über geografisch diverse Gebiete mit unterschiedlichen Kulturen und Ethnien erstreckte, brachte immer wieder Gegenbewegungen hervor, welche an den gegebenen Herrschaftsverhältnissen rüttelten. Bauern, Frauen und Studenten, aber auch ,abtrünnige‘ Habsburger übten den Aufstand – mit teils überraschenden Mitteln. Wer revoltierte also in der Habsburgermonarchie wogegen, mit welchen Mitteln, zu welchem Zweck und mit welchen Folgen?
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(Re-)Präsentieren
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In den streng hierarchischen Gesellschaften der Vergangenheit hatte jeder Stand spezifische Ausdrucksformen, sei es in Konsum, Umgangsformen, im Alltag und an Festtagen, wobei die Kultur der Eliten in der Regel der breiteren Bevölkerung als erstrebenswertes Vorbild galt.
Bei einer Herrscherdynastie wie den Habsburgern wurde der Repräsentation besondere Aufmerksamkeit gewidmet, galt es doch den Anspruch auf Macht augenscheinlich zu demonstrieren. Vieles, was heute als österreichische Hochkultur bezeichnet wird, hat seinen Ursprung in der höfischen Repräsentation der Habsburger.
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Erinnern & Vergessen
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In der herkömmlichen Auffassung von habsburgischer Geschichte als Dynastiegeschichte wird an bestimmte Ereignisse und Personen erinnert. Anderes wurde jedoch als nicht erinnerungswürdig der Vergessenheit überantwortet. Über lange Epochen der habsburgischen Geschichte herrschte gelenkte Erinnerungskultur, wurden Herrschaftsansprüche affirmiert und Schwächen ausgeblendet. Wie soll man heute mit diesen traditionellen Geschichtsbildern umgehen, welche neuen Fragen sollen gestellt werden?
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